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Geschichten aus der Kolonie

Hier findet Ihr nette und lehrreiche Geschichten aus unserer Kolonie.
Wer noch eine Geschichte erzählen möchte, bitte mit dem Vorstand in Kontakt treten.
Hier sind ein paar Themen, zu denen was geschrieben werden sollte:
– Bau der Kolonielaube
– Kinderfeste
-Erstbesiedlungen nach dem Krieg

Eulen nach Sonnenbad tragen

Wir haben eine Eulenfamilie in der Kolonie. Es handelt sich wohl um Waldohreulen.

Ein kleines Drama gab es, als ein Junges aus dem Nest gefallen ist und von uns gerettet werden musste, schaut Euch mal die Bilder an.

Nun können uns die lieben  Tiere helfen Mäuse (und vielleicht auch Ratten) im Zaum zu halten.

Info von der Startseite

Hier finden Sie alten Text von der Startseite:
Kinderfest in der Kolonie Sonnenbad
Das Fest haben wir erfolgreich über die Bühne gebracht.
 
Rabatt Ausweise bei OBI
Wir konnten neue Mitgliederausweise bei OBI verhandeln.
Gegen Vorlage des Personalausweises und der Parzellennummer bekommt Ihr eine OBI Rabattkarte, die 10% beim Einkauf spart, das ist doch schon was, oder?
Die Karte kann im OBI in der Goertzallee beantragt werden und gilt auch nur dort.
 
 
Wegebau
 
Im Mai wollen wir das letzte Stück vom „am Hang“ neu verlegen. Die für teueres Geld verlegten Platten einer „Fachfirma“ klappen hoch (siehe Bild) und sind so eine Gefahr für Passanten.
Wir benötigen an den letzten beiden Wochenenden und eventuell am ersten Juni Wochenende zahlreiche Helfer, die Schachtarbeiten, Transportarbeiten durchführen.

Vielleicht schon vorher im Koloniegarten für die Arbeit melden, damit wir optimal einteilen können…


Trödelmarkt

Der Bezirksverband veranstaltet einen Südgeländeweiten Trödelmarkt am
16.05.09 zwischen 9.00h und 15.00h
auf dem Parkplatz Priesterweg

Anmeldungen sind beim Bezirksverband erhältlich. Der überdachte Marktstand kostet €25. Am 14.04.09 und 24.04.09 kann im Bezirksband zwischen 17.00h und 19.00h die Anmeldung durchgeführt werden und der Stand auch gleich bezahlt werden.
Wir werden als Kolonie keinen eigenen Trödelmarkt abhalten und hoffen so, dass sich viele Sonnenbader an der gemeinsamen Veranstaltung beteiligen.

28.3.2009: Wasseranstellen
Das Wasser wurde erfolgreich angestellt.
Außer einem Rohrbruch hinter der Laubenwand und einem geplatzten Klobecken gab es keine Verluste zu vermelden.
Die Kolonieleitung ist dicht!

31.01.2009: Jubiläumsball der Kolonie!
Zum 30. Mal begeht die Kolonie ihren traditionellen Gartenball.
Wie immer wird im Hotel SI getanzt, gelacht und gefeiert. Gartenfreunde können sich auch so in der Wintersaison einmal treffen und sich die besten Tipps für die kommende Saison austauschen.
Für ein ansprechendes Rahmenprogramm ist gesorgt.
Koloniemitglieder wie immer kostenlos
Gästekarten zum Selbstkostenpreis von €15,-
Kartenbestellungen an:
Thomas M. Ball, Düppelstr. 33, 12163 Berlin

info@kolonie-sonnenbad.de
Freie Tische sind auf der Karte zu finden.
 

7.9.
Wartung am Wassernetz
Am 2.9. wird unsere Wasserlieferung unterbrochen, da die Wasserbetriebe eine Wartung am Zähler vornehmen. In der Zeit von 10.30-13.00 werden wir kein Wasser haben!
Olympia-Fest mit chinesischem Buffet am 6. September
Es gibt lecker chinesisches Essen in Buffet Form.
Voranmeldungen für 4 Euro in der Kolonielaube oder für 5 Euro am 6. September.
Beginn ist 17.00h
Trödelmarkt am 13. September
Wir wollen dem Wettergott trotzen und guten Umsatz bei unserem nächsten Trödel machen.
Anmeldungen in der Kolonielaube

22.6.8
Gartenbegehung
Die diesjährige Gartenbegehung wurde in der Hitze des Juni durchgeführt.
Im großen und ganzen sind die Gärten der Kolonie in Ordnung, die kleingärtnerische Nutzung hat sich gegenüber den vorherigen Jahren deutlich verbessert. Leider vermehrt sich der Außenbewuchs und speziell Rosenbüsche die in die Wege hängen gefährden die Mitmenschen. Wir werden wohl wieder auf Koloniekosten unserer Verkehrssicherungspflicht nachkommen müssen.
14. Juni: Fahrrad Sicherheits- und Reparaturtag

20.5.8
Einbrüche in Sonnenbad!
In der Nacht zum 18. Mai wurde in mindestens drei Parzellen im nassen Dreieck eingebrochen. Dabei ging es den Einbrechern mehr um Randale, als um Stehlen.
Die Wasserhähne wurden auf gemacht, die Kühlschränke geöffnet und die Lauben verwüstet. Dank eines Pächters, der mit dem Hund spazieren war, konnten die Einbrüche schnell bemerkt werden und der Vorstand konnte das Wasser abstellen, um so die Schäden zu begrenzen.
Bitte überprüft Eure Gärten und die der Nachbarn, auf weitere Einbrüche!

 
Am 24.5. treffen wir uns um 9.00 Uhr im Koloniegarten.
Wir wollen die Kolonielaube
und den Garten auf Vordermann bringen.

Es wäre schön wenn sich weitere Laubenpieper entschließen könnten einen Beitrag für unsere Chronik aufzuschreiben. Themen aus allen Bereichen, z.B:
  • Entstehung unserer Kolonie (Anno 19…. ? )
  • Verlegung der Wasserleitung ( Anno 19… ? )
  • Einbau der Wasseruhren
  • Bau des Vereinshauses (Abt. Hochbau)
  • Die Vereinsgrube (Abt. Tiefbau)
  • Wegebau und Wegefest
  • Vereins- u. Gartenfeste
  • Aktivitäten – Herrentage – Frauentage – Kegelbrüder – u.ä.
 
 
  Hauptversammlung: 11.3.2008

Wasser anstellen: 15.3.2008
Zählertausch: ab 8.3.2008 Kolonielaube

Einbrüche im Südgelände
Am 5.12. ist wieder in viele Gärten eingebrochen worden und es sind einige Beschädigungen passiert.
Vielleicht schauen Sie einmal bei sich nach dem Rechten!

Einbrüche bitte immer bei der Polizei melden!


Wasserabstellen

Am 10.11. haben wir das Wasser abgestellt.

Wir haben heute die ersten 120 Zähler getauscht. Leider hat uns die Firma die falschen Zähler geliefert und so konnten viele Gartenfreunde keinen Zähler bekommen. Wir möchten uns dafür nochmals entschuldigen.

 
Wasserzähler-Wechselung:
Am 10.11. wird das Wasser abgestellt.
An diesem Tag müssen Sie Ihren Wasserzähler in der Kolonielaube tauschen, hier die Vorgehensweise:
  1. alten Wasserzähler ausbauen
  2. Zähler in die Kolonielaube mitnehmen
  3. alten Zähler abgeben, neuen entgegennehmen
  4. neuen Zähler im Frühjahr einbauen
Bei Fragen bitte beim Vorstand melden.
Die neuen Wasserzähler werden von der Kolonie gestellt.
 
Nassläufer
Trockenläufer

Neu:
Tauschbörse: Wenn Sie etwas nicht mehr benötigen, können Sie es direkt über unsere Internetseite anderen Gartenfreunden anbieten!

Bilder vom Grillfest


Wegereinigung: Wie sicher schon aufgefallen ist, haben wir die Wege in einen ungefährlichen Zustand gebracht.

Es wäre schön, wenn die Wege in diesem Zustand bleiben können!

Grillfest
am 8.9. ab 15.00h treffen wir uns in der Kolonielaube und feiern!
Verzehrbons für €5 gibt’s im Vorverkauf für €4,50. Einfach im Koloniegarten abholen und bezahlen!
Stromausfall in der Kolonielaube!
Wir mussten das ganze Kabel vom Zählerkasten zum Verteiler austauschen.

Vielen Dank an die tüchtigen Helfer, die das Kabel eingegraben haben!


Das Kinderfest wurde erfolgreich „über die Bühne“ gebracht..

Neue T-Shirt (€11) und Basecaps (€10) erhältlich im Koloniegarten.

Hier die Bilder von den Kleingartentagen

Neues zum Müll:

Da liebe Gartenfreunde die gelbe Tonne mit Müll gefüllt haben, mussten wir diese abbestellen.

Nun haben wir für die Saison als Notlösung eine dritte Mülltonne bestellt, zumal die Tonnen leider immer nur halb gefüllt werden. Die Mehrkosten muss die Kolonie und damit jeder einzelne Pächter tragen, schade.

Gartenbegehung 9. und 10.6. 10.00h-14.00h
Datum
Parzellen
Zeitraum
9.6.
1-112
10.00h – 14.00h
10.6.
113-220
10.00h – 14.00h
Der Trödelmarkt wird auf den Schöneberger Kleingartentagen abgehalten!
Ein Stand dort kostet €40 für den 30.6 und 1.7. Dabei handelt es sich um einen überdachten Marktstand.
Helfer zum Kinderfest und insbesondere Kinder werden gerne noch aufgenommen.

Der Trödelmarkt wird auf den Schöneberger Kleingartentagen abgehalten!
Ein Stand dort kostet €40 für den 30.6 und 1.7. Dabei handelt es sich um einen überdachten Marktstand. Er kann von mehreren Trödelern benutzt werden.
Helfer zum Kinderfest und insbesondere Kinder werden gerne aufgenommen.
 
Wegebau
Auch das dritte Wochenende lief super ab, dank der zahlreichen Hilfe sind wir sehr weit gekommen und bald ist die Arbeit geschaftt.
Am nächsten Freitag um 15.00h und Samstag gegen 10.00h geht’s weiter im Weg.

Zusätzliche Helfer werden gerne aufgenommen, die Schaufel zu schwingen!

Hier könnt Ihr Euch über den Fortschritt informieren.


Einbruch!
Gestern Nacht (10.4.7) wurde in unsere Kolonielaube eingebrochen.
Neben Bargeld wurde auch Werkzeug und unsere Stereoanlage gestohlen.
Die Polizei hat die Spuren gesichert, mal sehen…
 
 

Auf unserer Versammlung wurde der neue Vorstand mit eindeutiger Mehrheit gewählt.
Vielen Dank für das Votum!

Einbrüche im Südgelände!
Am Wochenende (17.2.) wurden 27 Gärten im Südgelände aufgebrochen oder zumindest versucht einzubrechen. 13 Gärten in Sonnenbad sind betroffen.
Die Täter gingen ziemlich dilletantisch vor und konnten aber auch nicht gefasst werden.
Dank der guten Sicherungsmaßnahmen der Pächter konnten die Täter meist nicht in die Lauben eindringen.
Wir haben eine Informationsseite für den Kontakt zur Polizei eingerichtet.

10. und 11. Juni ist Gartenbegehung!
Am 18. ist um 11.00h das Helfertreffen fürs Kinderfest!

Stromausfall im Südgelände!
Am Abend des 9. Mai ist im halben Südgelände der Strom ausgefallen.
Die Störung ist bei Vattenfall gemeldet und wir hoffen, dass sie bald behoben ist,
sonst tauen uns die Kühlschränke auf…
Nächste Baumaßnahmen:
– Wegebau „Am Hang“
– Überdachung Koloniegarten
– Verengung „Kornblumenweg“

Wegebau Höhenweg
Am 4.3. waren über 20 Gartenfreunde bei der Besprechung, die folgendes
Ergebnis hatte:
  • Der Vorstand wird untersuchen, ob Leerrohre oder eine Wegbefestigung sinnvoller sind
  • Die Teilnehmer der Versammlung werden mithelfen, die Arbeiten durchzuführen
  • Mitte April wird ein weiteres Treffen mit der Zuteilung der Arbeiten stattfinden.
Nicht Vergessen: Donnerstag ist Versammlung!

Gartenball am 14.1.2006

Störung am Stromnetz


Wasserabstellen am 12.11.2005!


Gartenbegehung am 22.5.

Wir bitten alle Pächter an diesem Tag zwischen 10.00h und 14.00h in ihren Parzellen zu sein!


Viele unserer Infokästen wurden zerstört!
Hat jemand was beobachtet, bitte Info an den Vorstand!

Am 6.11.2004 wurde erfolgreich das Wasser abgestellt, vielen Dank an unsern ‚alten‘ Wasserwart, Gartenfreund Nagel, und an die neuen Wasserwarte, Gartenfreund Becker und Gartenfreund Paul!

Vom 6. zum 7.11.2004 ist in mehrere Gärten eingebrochen worden!


Der Ball wurde erfolgreich durchgeführt

Der Verein hat 220€ für die Flutopfer gespendet.


Mitgliederversammlung:
22. März 2005, 19.00h
Ev. Philippus-Nathanael-Kirchengemeinde

Beschluss über Satzung, Geschäftsordnung und Eintragung als e.V.

Müll:

Unser Müllplatz wird in der 13. Woche einmal wöchentlich geleert.

Im Rahmen der Aufräumarbeiten, bzw. der Verfüllung des Bunkers kann es dazu kommen, dass der Müllplatz verlegt werden muss.


Am 19.3. wurde das Wasser angestellt, nach einigen Reparaturen läuft’s zu Ostern wieder.

Wir werden e.V.!

Vielen Dank an das einstimmige Votum auf der Mitgliederversammlung!


Seit dem 30. Mai sind wir nun eingetragener Verein!

Am Samstag hatten wir einen kurzen Rohrschaden.


Es gibt eine neue Rubrik: Garten des Monats

Hier findet Ihr jeden Monat einen Bericht über einen Garten aus unserer Kolonie.

2. Helfertreffen fürs Kinderfest am Sonntag, den 6.8.2005, um 11.00h.
Alle Helfer bitte kommen!

Kleingärtner in der Presse

Wir Kleingärtner stehen ja immer wieder mal in der Presse.

Mal gut mal schlecht.

Hier ist eine Sammlung der Nachrichten.

Manche zeigen, das wir uns nicht zu sicher fühlen sollten, Spekulaten sehen uns immer wieder als lohnendes Objekt, schnell Geld zu verdienen….

http://www.welt.de/kultur/article109666184/Schrebergaerten-sind-die-Favelas-der-Mittelschicht.html

http://www.berlinerumschau.com/news.php?id=66261&title=Berliner+Kleing%E4rten+werden+zu+bedrohten+Paradiesen&storyid=1001351674944

http://duckhome.de/tb/archives/10384-Kampf-den-Datschen.html

http://www.heise.de/tp/artikel/39/39414/1.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/wohnungsnot-kleingaerten-in-grossstaedten-sollen-neubauten-weichen-a-924085.html 24.9.2013

Studentenbesichtigung

Im Sommer 2010 haben uns Studenten von der Uni Potsdam besucht und eine Exkursion in unserer Kolonie gemacht.

Hier ist der Bericht der Leiterin der Gruppe:

Lieber Herr Ball,
am Wochenende bin ich durch die Kolonie gelaufen und musste an unseren
tolle Exkursion denken und daran, dass ich mich ja noch garnicht bei
Ihnen gemeldet habe. Ich hatte viel um die Ohren aber jetzt hole ich
das nach.

Während der Exkursion in der Kolonie kamen wir mit vielen lieben
Laubenpiepern ins Gespräch, obwohl es ja sehr heiß war an dem Tag –
ich glaube es waren 36 oder 37 Grad! Den ersten Kontakt konnten die
Studenten im bunker in der Mittagspause aufnehmen und dank der
Namensschilder, die jeder getragen hat, genierten sich die Gäste im
Bunker auch nicht und sprachen uns an. Eine große Studentengruppe ist
ja bestimmt nicht allzu häufig in der Kolonie =) Danach sind alle in
kleinen Gruppen ausgeschwärmt und sollten mit dem ein oder anderen ins
Gespräch kommen. Und die „Sonnenbadler“ waren supernett, einige luden
die Studenten sogar zu sich ein und erlaubten somit einen Blick hinter
den Gartenzaun. Eine andere Gruppe kam mit einem großen Kohlrabi
zurück -der war natürlich nicht einfach so mitgenommen, sondern von
einem älteren Päarchen geschenkt worden )
Am Ende des Tages waren wir zwar ganz schön kaputt, aber alle waren
sich einig, dass das Bild, was sie vorher von einer Gartenkolonie
hatten nun sehr verändert sei und einige würden sich unter Umständen
auch einmal als Kleingärtner sehen – das ist doch ein tolles Ergebnis
für den Besuch! – Zu Beginn des Tages haben wir eine Art Ideenprofil
gemacht und ich werde es mal im Anhang mitschicken (Jeder sollte zu
angeben, was er erwartet, denkt oder urteilt in Bezug auf den
Kleingarten).

Also ich danke Ihnen noch einmal im Namen der gesamten Gruppe für die
Freundlichkeit und Hilfe bei der Verwirklichung der Exkursion!
Ihnen eine schöne Woche. Liebe Grüße, Lara

Berliner Kurier

Textarchiv Berliner Kurier

Datum: 18.10.1996
Ressort:
Autor:
Seite: 6

Kommissar Zufall schlug zu

BERLIN – Während eines Spaziergangs stieß der Polizei-Angestellte Helmut B. (39) auf den langgesuchten Einbrecher Horst K. (45) Der Dieb bekam Haftbefehl, B. ein Dankschreiben von seinem Arbeitgeber. „Ich traf den Einbrecher in der Schöneberger Kolonie ,Sonnenbad“, erzählt Helmut B., der dort eine Laube hat. „Ich wollte nach dem Rechten sehen. Bei anderen Laubenpiepern wurde die letzten Wochen eingebrochen.“ Auf einem Weg traf er auf Helmut B.. , erkannte sofort das unrasierte, hagere Gesicht mit den langen struwweligen dunklen Haaren wieder: Auf Fahndungsfotos hatte er es schon mal gesehen. B. ist nämlich Fingerabdruck-Spezialist beim Kripo-Erkennungsdienst. Auf das Konto des Diebes gehen 50 Einbrüche (Schaden: 50 000 Mark).


Wer ist Helmut B.?

Sitzt Horst K. noch im Knast?

Oder hat Horst K. noch seine Laube bei uns?

Kinder von Nebenan

Diese Geschichte hat uns ein Pächter zur Verfügung gestellt:

Hier eine Geschichte über Nachbarschaftsbeziehungen

Es ist Frühjahr 2003 und ich beginne meine erste volle Gartensaison. Leider ist die Vorfreude etwas getrübt, im gegenüberliegenden Nachbargarten ist „die Hölle los“. Die türkischen Nachbarn scheinen alle Kinder dieser Welt zum fröhlichen Spiel eingeladen zu haben. Und das nicht nur ausnahmsweise, fünf bis 10 Kinder zählte ich oft. In Ruhe ein Buch zu lesen konnte ich mir abschminken, war ganz verzweifelt.

Seufzend machte ich mich daran, meine schicke neue Schubkarre vor dem Hintergrund meines prächtig gelb blühenden Goldregens zu fotografieren. Das bekamen die Kinder mit und wollten auch fotografiert werden. Na, wenn die Eltern nichts dagegen haben? Hatten sie nicht, setzte ich also drei von den Kleineren in die Schubkarre und machte ein paar Bilder.
Nach vierzehn Tagen fragten sie mich, was machen die Fotos? War mir aber peinlich, dachte, sie hätten das schon vergessen. Knipste also in einer neuerlichen Aktion den Film zu Ende. Nach einer weiteren Woche konnte ich dann die Ergebnisse präsentieren und alle freuten sich. Dachte, das sind ja ganz nette Leute, mussten sie auch von mir gedacht haben, denn in den nächsten Wochen kam ich überhaupt nicht mehr dazu meinen Grill anzuwerfen….wurde bestens verpflegt von der türkisch-arabischen Großfamilie. Und die Kinder wurden auch etwas leiser und es störte auch nicht mehr so. Habe sie ja ein wenig kennen gelernt und fand sie ganz nett. Unter diesen positiven Umständen empfand ich den Lärm auch nicht mehr als nervend. So sollte es sein, miteinander reden löst die meisten Probleme.

Kleine Chronik des Südgeländes

Folgendes Dokument hat der Vorstand zwischen alten Unterlagen gefunden und möchte es hier veröffentlichen, weil es ganz nett über die Geschichte des Südgeländes berichtet:

Chronik des Schöneberger Südgeländes

Viele Kolonien auf dem Südgelände wurden schon vor 6o – 8o Jahren gegründet. Damals gab es 31 Kolonien und etwa 7.ooo Kleingärten. Schon 1918 sollten auf dem Kleingartengelände 15.ooo Wohnungen gebaut werden, dieses wurde durch den Widerstand der Kleingärtner verhindert. 1920 Verabschiedung des Reichsheimstättengesetzes und 1924 die Verabschiedung des Ausführungsgesetzes. Es sollten 34,3 ha Dauerkleingärten geschaffen werden, was aber vergessen wurde. 192o wurde der Bezirksverband der Kleingärtner gegründet.

Nach 1935 wurde das Schöneberger Südgelände geräumt und es sollte ein zentraler Güterbahnhof gebaut werden. Der Beginn des 2. Weltkrieges verhinderte diesen Bau, der aber dann nach dem Endsieg erfolgen sollte. Im Kriege wurden Flakstellungen und Unterkünfte auf diesem Gelände errichtet. Daneben gab es aber auch wieder Kleingärten.

Nach dem Zusammenbruch wurde im Auftrag des amerikanischen Kommandanten die Einteilung der Parzellen vorgenommen. Der Magistrat von Schöneberg betrachtete dieses Gelände seit dieser Zeit als Grabeland.

Nach der Währungsreform und Blockade sollte nun die Wohnungsgesellschaft GSW auf diesem Gelände Wohnungen errichten. Durch die Aktivierung der Bundesbahn als Rechtsnachfolger der Reichsbahn (sie erhob jetzt Anspruch auf das Südgelände) und Proteste der Kleingärtner und Anwohner, konnte dieses verhindert werden. Ein Teil jedoch wurde für den Wohnungsbau freigegeben, und zwar vom Voralberger Damm bis Riemenschneider Weg.

Auch für den Autobahnbau (Schöneberger Kleeblatt) wurden wieder 8oo Kleingärten geräumt. 1971 folgten weitere. 1978 sollten für den Bau des Güterbahnhofes über 7oo Kleingärten geräumt werden. Durch den Protest der neu •gegründeten Schutzgemeinschaft Südgelände, der Kleingärtner und Anwohner, wurde die Räumung auf 116 Parzellen zurückgenommen. Bei Bedarf sollten aber nochmals 100 Kleingärten• geräumt werden. Fast 2o.ooo Bürger sprachen sich gegen den Bau des Güterbahnhofes durch ihre Unterschrift aus.

Senator Ristock (SPD) versprach 1978. dass das Schöneberger Südgelände verstärkt Dauergelände werden soll. Forderung der CDU zur damaligen Zeit (sie war in der Opposition): Schöneberg braucht jeden Quadratmeter Grün und Erholungsfläche. Das Südgelände muss als Dauerkleingartengebiet ausgewiesen werden.

Seit 198o liegt ein Gelände von über 2o Kleingärten brach, obwohl tausende von Bürger – allein in Schöneberg – einen Garten suchen und Wartezeiten von 2 1/2 Jahren bestehen. 99 Parzellen gelten seit dieser Zeit als so genannte Pflegegärten und heben keine Verträge. Ein unhaltbarer Zustand.

Der neue Flächennutzungsplan, diesmal unter der CDU herausgegeben, bezeichnet das Schöneberger Südgelände nur als Grünfläche, wieder nicht als Dauerkleingartengelände. Nach den Senatsplänen existiert auch weiterhin mitten durch das Gelände eine Eisenbahnstrasse und auf Grünflächen können Sportanlagen errichtet werden.

Das heutige Schöneberger Südgelände hat nur noch 29 Kolonien und 2.783 Parzellen. Wir haben, seit es Kleingärten im Südgelände gibt, also 4.000 Kleingärten verloren und wollen uns mit der heutigen Bürgerbeteiligung gegen jede weitere Verschlechterung wehren.

Wir fordern die Festschreibung des gesamten Südgeländes als Dauerkleingarten.

4. Oktober 1986 Schutzgemeinschaft Südgelände

Werner Dudek

Chronik der “Stromgemeinschaft Sonnenbad“

Chronik der
“Stromgemeinschaft Sonnenbad“

 

Versuch einer Darstellung:

1982 – 2007

 

Die endliche Darstellung einer endlosen Geschichte,
oder: warum ist ein Stromanschluss in der „Kolonie Sonnenbad“ so teuer?

Bemerkung : (gleich zu Anfang und nicht erst am Ende )

Alle Namen sind fiktiv, Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Personen sind beabsichtigt. Der Ablauf der Geschehnisse ist aus den damaligen Protokollen und dem noch hoffentlich vorhandenen Gedächtnis heraus erfolgt. Ereignisse entsprechen dem zeitlichen Verlauf. Aussprüche sind sinngemäß wiedergegeben. Die Darstellung der endlosen Geschichte erfolgt aus der Sicht eines einzelnen Betroffenen der die Anfangsphase der so genannten Stromgemeinschaft aus dem Jahre Anno 1982 miterlebt hat.

Das ständige nerven unseres jetzigen 1. Vorsitzenden hat mich letztlich dazu gebracht meine Erinnerungen unter Protest aufzuschreiben. Seine Argumente ließen meinen Protest auf ein Minimum schrumpfen und so habe ich zur Feder, oder besser ausgedrückt zur Tastatur, gegriffen um, wie er sagt, der Nachwelt ein Stück Koloniegeschichte zu erhalten.

Mir ist vollkommen klar, hätte der jetzige 1. Vorsitzende einen anderen Zeitzeugen darum gebeten, so hätte sich der nun folgende Ablauf möglicher Weise vollkommen anders darstellen lassen. Also sei’s drum, er hat mich gefragt und nun mein Bericht:


Irgendwann im Jahre 1982 saß an einem schönen lauen Sommerabend der Herr Strom in seinem Garten, trank ein lauwarmes Bier und wollte die eben vom Wind erloschene Kerze wieder anzünden um auf die Uhr zu schauen. Er wollte wissen ob er schon ins Bett gehen sollte, da er am nächsten Tag früh aufstehen musste. Doch oh je, er hatte keine Streichhölzer und so musste er in stockfinstere Nacht die Zeit schätzen.

Plötzlich zuckte es in seinen Gedanken: wenn ich Strom hätte so müsste ich kein lauwarmes Bier trinken und ich bräuchte niemals wieder Streichhölzer um zu wissen wie spät es ist!

So, oder so ähnlich, könnte es gewesen sein.

Herr Strom ging gleich am nächsten Tag zum Herrn alten Vorsitzenden um ihn diesen tollen Gedanken mitzuteilen und ihn gleichzeitig zu bitten durch Kraft seines Amtes diesen Gedanken in die Tat umzusetzen.

Der alte Herr Vorsitzende hatte einen solchen Gedanken leider noch nie gehabt und fand ihn daher auch nicht besonders gut, schon gar nicht wenn man diesen auch noch umsetzen sollte. Herr Strom aber ließ nicht locker und so ließ sich der Herr alte Vorsitzende auf einem Kompromiss ein. Also wenn schon, dann nur mit einer absoluten Mehrheit, nur so könnte man einmal über den Gedanken von Herrn Strom neu nachdenken.

Herr alter Vorsitzender veranlasste eine Umfrage durch Herrn Umfrager. Herr Umfrager fand den Gedanken von Herrn Strom leider auch nicht gut und so lautete das Ergebnis der Umfrage: die Befragten haben mit absoluter Mehrheit den Gedanken von Herrn Strom nicht gut gefunden. So was nennt man; Pech gehabt.

Herr Strom wollte aber an so viel Pech nicht Glauben und er fragte dummerweise mich, warum ich zum Beispiel etwas gegen seinen schönen Gedanken habe. Wir mussten nun feststellen dass mich der Herr Umfrager in der Umfrage vergessen hatte. Ich fand den Gedanken von Herrn Strom durchaus toll und hätte am liebsten gleich angefangen zu buddeln.

Herr Strom stellte auch bei anderen Kolonisten fest, dass man sie bei der Befragung vergessen hatte. Damit war die Umfrage des Herrn Umfragers, wie sagt man, ein Schuss in den Ofen.

Es konnte jetzt eine ordentliche Abstimmung erfolgen. Der alte Herr Vorstand hatte die Befragung der Kolonisten auf die Tagesordnung der nächsten Jahreshauptversammlung im Januar 1983 gesetzt. Herr Strom hatte die eventuellen Kosten für eine Verkabelung unserer Kolonie mit der Firma Strombude zusammengetragen um eine „Hausnummer von ca. 2.500.- DM“ pro Parzelle festzusetzen. Bei der JHV währen für die Mehrheitsentscheidung 74 Stimmen erforderlich gewesen, für Strom stimmten aber nur 71 Mitglieder.

Große Siegesstimmung bei den Stromgegnern, sehr große Kampfstimmung bei den Befürwortern. Herr alter Vorsitzender erklärte sich aber bereit unter Beteiligung des gesamten alten Vorstandes eine Stromverkabelung durchzuführen. Herr Strom akzeptierte.

Immer wieder gab es Zwistigkeiten zwischen Herrn Strom und Herrn alter Vorstand. Irgendwie raufte man sich aber zusammen um endlich irgendwann beginnen zu können.

Zwischenzeitlich hatte man sich beim Rechtsanwalt des Bezirksverbandes erkundigt wie eine Stromverkabelung möglich sei. Die Auskunft war wie folgt: …..…..das der Stromanschluss durch eine Interessengemeinschaft auch ohne Verantwortlichkeit des Kolonievorstandes durchgeführt werden kann, allerdings ohne Rechtsgültigkeit.

Geschafft! Am 3. März 1983 findet die Gründung der „Stromgemeinschaft Sonnenbad“ statt.

Es haben sich 93 Pächter für einen Vollanschluss und 8 Pächter für eine Schleife entschieden. Die Bewag hat aber zur Auflage gemacht dass für alle 220 Parzellen eine spätere Anschlussmöglichkeit gegeben sein muss, d.h. die volle Verkabelung der kompletten Kolonie.

Die Höhe des Einstandspreises ist also von der Pächteranzahl der Erstanschlüsse stark beeinflusst. Die Spanne sah in der Vorkalkulation folgendermaßen aus:

85 Anschlüsse = a’ 2.633.- DM

93 Anschlüsse = a’ 2.514.- DM ( 1.176.- € )

218 Anschlüsse = a’ 1.790.- DM

8 Schleifen = a’ 335.- DM ( 171.- € )

Die 93 Pächter des Erstanschlusses haben also die Anschlüsse für weitere 125 Parzellen vorfinanziert, nicht nur mit ihren zinslosen Krediten in Höhe von a’724.- DM, sondern auch mit ihren Arbeitseinsatz, wie z.B. Grabearbeiten, Kabelverlegung und Transportarbeiten. Ganz besonders muss hier nochmals der Dank an Frau Strom für ihren überaus angagierten Einsatz angesprochen werden.

Der bestehende menschliche Graben zwischen Herrn alter Vorstand und Herrn Strom ist nie wieder zusammen gewachsen. Selbst als Herr alter Vorstand unsere Kolonie verlassen hat und der Herr junge Vorstand in dessen Fußstapfen trat gab es kein Friedensabkommen. Ganz im Gegenteil. In unserer Kolonie standen sich jetzt zwei „Gruppen“ gegenüber. Zum einen die, die nostalgische Überlieferungen pflegen wollten wie zum Beispiel Petroleumlampe, warme Kaltspeisen oder Brustleier zum Löcher bohren. Die anderen wollten Fernsehen, Eisschrank und elektrisches Licht. Das wahren Naturgegensätze – unvereinbar – unverzeihbar – Verrat!!!

Die GESTRIEGEN mussten dazu auch noch die Unbequemlichkeiten ertragen die von den MORGIGEN verursacht wurden, über Wochen aufgegrabene Wege, Dreck und Matsch.

Ein Glück das kein Bruderkrieg ausgebrochen ist. Zwischen den beiden gegensätzlichen Lagern befand sich glücklicherweise noch eine dritte Gruppe, eine ausgesprochene friedliche. Die wollten einfach nur ihren schönen Garten nutzen. Bei denen konnte man sich immer über die bösen Anderen ausheulen. Das entspannt ungemein, da man des lieben Friedenswillen immer Recht bekam.

Unterdessen hat man sich in der Interessengemeinschaft natürlich Gedanken gemacht wie ein solches Stromnetz gewartet und unterhalten werden kann. Jederzeit konnte und kann man sich an die Stromgemeinschaft anschließen. Die Neumitglieder haben einen komfortablen Einstieg in das Stromnetz vorgefunden. Kein Ärger, keine Arbeit, einfach nur „ich möchte auch“ und schon waren sie Vollmitglied mit allen Rechten und auch Pflichten. Dazu gehört u.a. das eigene Stromkabel vom Verteilerkasten zur Laube hin zu verlegen. Aber wie das nun einmal so ist im Leben, Komfort muss leider auch bezahlt werden. Einen erhöhten Anschlusspreis müssen die Späteinsteiger aufbringen. Nicht das sich Herr Strom und seine willigen Helfer das Leben verschönern wollten, nein, dieser Mehraufwand wurde und wird ausschließlich zum Erhalt und Wartung der Stromanlage verwendet. Ein Ziel ist es gewesen und hat sich bis heute erhalten, das ein Kassenbestand bis 200.- DM (jetzt 100.- €) pro Anschluss angespart werden soll um mögliche Schäden beheben zu können. Sofern dieser Bestand nennenswert überschritten ist, werden die Beträge gleichmäßig an die Mitglieder der Stromgemeinschaft Rücküberwiesen.

Doch nun zurück zur Chronik. Man muss sich nur einmal vorstellen wie verkorkst die damalige Situation zwischen den beiden Gruppen gewesen ist. Hat sich zum Beispiel ein neuer Stromkandidat beim Herrn alter Vorstand nach möglichen Nachteilen einer Mitgliedschaft in der Stromgemeinschaft erkundigt, so blieb kein gutes Haar an den Stromfritzen. Unsichere Geldanlage, keine Sicherheit, die Idylle ist in Gefahr, Krach zieht ein durch Musikanlagen, nächtliche Festbeleuchtung usw. usw.. Die gleichen Fragen an Herrn Strom ergaben vollkommene andere Aussagen. Sichere Stromversorgung, endlich gekühlte Speisen, vernünftige Beleuchtung, warme Laube, Abschied vom Gasherd usw.. Die Entscheidung musste letztlich jeder selber für sich treffen.

Ein brisantes Vorkommnis (stellvertretend für ähnliche Ereignisse)

Eine laue Sommernacht, Lagerfeuer, Gitarrenmusik, Gesang, Tanz, tolle Stimmung …….

Schon in weit fortgeschrittener Zeit bittet Herr Strom um Einhaltung der Nachtruhe.

Na, das war wohl ein strategisch falscher Fehler, Au weia, au weia ……. da wollte doch einer eine friedliche Nachbarschaftsbegegnung Miesmachen. Jetzt wurde es erst richtig laut, aber es war wohl nicht mehr sehr lustig.

Polizei, Polizei ……ich bin zwar nicht dabei gewesen, kann mir aber vorstellen was da für eine Stimmung in der Bude war.

Das letzte dünne Bändchen der Zusammenarbeit ist für lange Zeit zerfetzt worden.

Zwischenzeitlich hat die Gruppe der Stromgegner längst eingesehen dass Strom auch schön sein kann und auch Spaß macht. Mittlerweile sind alle selbst Mitglied der Stromgemeinschaft geworden. Nur der Graben zwischen den beiden Gruppen besteht weiterhin und baut sich nur langsam ab.

Bisher könnte man sagen es sind nur persönliche Differenzen zwischen Herrn junger Vorstand und Herrn Strom gewesen. Doch nun wird alles wirklich schlimm und es kostet Geld und Unverständnis, nicht nur bei den Neumitgliedern der Stromgemeinschaft.

Im Jahr 1995 / 1996 beschließt der Kolonievorstand unsere Koloniewege mit Gehwegplatten zu befestigen. Eine gute Entscheidung, alle freuen sich. Als Herr Strom den Beginn der Wegearbeiten bemerkt, nimmt er trotz aller Gegensätzlichkeiten direkten Kontakt zu seinem besten Freund, Herrn junger Vorstand auf und versucht ihn mit einer zukunftweisenden Regelung zu überzeugen. In der Stromkasse ist genügend Geld vorhanden um Parzellen die noch keinen Stromanschluss haben mit einer Schleife auszustatten, auf Kosten der Stromkasse. Es müssen nur die Kabelgräben in Gemeinschaftsarbeit ausgehoben werden damit die Zuleitungen verlegt werden können. Der Sinn dieses Vorschlages ist so simpel so dass ich mich schon fast dafür schäme diesen hier noch zu erläutern. Aber trotzdem, der Sinn: Es sind noch gut 50 Gärten ohne Stromanschluss. Glücklicherweise haben sich aber in der Vergangenheit immer mehr Kolonisten für eine Stromanbindung entschieden und so ist mit Sicherheit davon auszugehen das auch die restlichen Gärten in den nächsten Jahren mit diesen Anschlüssen versehen werden. Also lieber Herr junger Vorstand, lasst uns die Friedenspfeife rauchen und lasst uns gemeinsam dieses Vorhaben verwirklichen, damit nicht alle paar Monate irgendwo ein Weg mit den gerade verlegten Platten wieder aufgerissen und wieder verschlossen werden muss. Diese arbeiten muss dann das Neumitglied in alleiniger Arbeit verrichten, ganz abgesehen davon das die Wege davon bestimmt nicht besser werden.

Ja, da hat wohl der Herr Strom einen Wunschtraum geträumt. Dieser Vorschlag zerplatzte wie eine Seifenblase – unmöglich – Zumutung – lächerlich…… Es hätte so schön sein können, wie im Märchen. Die beiden Kontrahenten vor dem Traualtar. Zu schön um wahr zu sein!!!!!°

Die verantwortlichen in der Stromkommission, der Herr Strom selbst, der Herr 2.Vorsitzende, der Herr Beisitzer und die Herren 1. u.2. Kassierer hatten natürlich keine Lust mehr in Eigenarbeit die Gräben zu buddeln. Nur grenzenloses Unverständnis ist geblieben über diese Uneinsichtigkeit und diesen Starrsinn.

Die Jahre vergingen bis zum Jahr 1999. Herr Strom kündigt seine Parzelle und verlässt die Kolonie. Freude in einem Lager, Betrübnis im Gegenlager. Das hat nichts mit Flucht zu tun, sondern er wechselt seinen Wohnort in Richtung Brandenburg und hinterlässt in unserer Stromkommission ein großes Vakuum.

In den letzten beiden Jahren hatten sich die Gemüter beruhigt. Es läuft alles relativ normal, Herr Strom hat alles im Griff und führt die Geschäfte der Stromkommission mehr oder weniger (wie eigentlich schon immer) allein. Irgendwie hatte sich die Kommission langsam selbst aufgelöst, alles lief nun relativ normal. Doch wer soll nun die Kasse führen, die Wartungsarbeiten und Reparaturen veranlassen, Neumitglieder mit Anschlüssen versorgen ?????

Ach ja, da war doch noch der Herr Beisitzer. Der hat doch bisher immer nur dabeigesessen, ja wo isser denn ???

Da isser ja, da sitzt er schon wieder —- wo denn ?? —-na da oben beim Kolonievorstand, er hat seinen Namen gewechselt, der alte hat ihm wohl nicht mehr gefallen – war zu bieder, jetzt nennt er sich Herr Kassierer.

Herr Strom hat Herrn Kassierer eingeladen. Herr Kassierer dachte es soll Kaffee und Kuchen geben, sozusagen als Abschied. Doch weit gefehlt, es gab und wurde Rotz um die Backe geschmiert, es ging um Ehre, Verantwortung und Schulterklopfen. Es war nicht mehr zum Aushalten. Es kam nur noch die Flucht in Frage und so saß Herr Kassierer allein aber mit neuen Amt und Aktenordner wieder da wo er herkam, am Vorstandstisch. Dort besprach er mit Herrn junger Vorstand die neue Lage. Glücklicherweise war die Chemie der Zwei besser gepolt und so haben die beiden Kampfgruppen ihren längst überfälligen Frieden geschlossen.

Herr Kassierer stellte die neue Situation der Stromgemeinschaft auf der nächsten Jahreshauptversammlung vor, alles bleibt wie bisher und vor allen Dingen wird die Kasse der Stromgemeinschaft streng von der Koloniekasse getrennt. Keiner der Strommitglieder hat sich gegen die „Neulösung“ ausgesprochen.

Das einzige Problem bestand nur darin, der Herr Kassierer hatte überhaupt keine Ahnung vom Strom. Glücklicherweise sind nicht alle Mitglieder der Stromgemeinschaft so laienhaft und so wurde dem Theoretiker ein Praktiker zur Seite gestellt.

Alles war im Lot, und wenn sie nicht gestorben sind, dann ……………

Nun ja, gestorben ist glücklicherweise keiner, nur der Herr junger Vorsitzender hat seinen Platz am Vorstandstisch aus privaten Gründen verlassen.

Nun wird es ein wenig hektisch.

Neuwahl Vorstand – hält nicht lange.

Wieder Neuwahl – diesmal hält es länger, hält sogar immer noch.

Der Herr allerneuster Vorstand ist wirklich neu und kannte die unendliche Geschichte der Stromgemeinschaft nicht. Er will nun alles neu machen, auch die Organisation der Stromgemeinschaft – typisch, wie in der Politik.

Er hat ja Recht wenn er das bisherige nicht versteht, ist ja auch kaum zu verstehen. Aber nun sollen Nägel mit Köpfe gemacht werden. Die Stromgemeinschaft soll nun richtig in die Koloniegemeinschaft eingegliedert werden. – Bravo – so hätte es schon seid 25 Jahren sein müssen.

Der Herr Kassierer hat sofort dafür gestimmt, aber nur unter einer Bedingung. Wenn nun endlich alles neu organisiert werden soll, dann will er auch befördert werden. Der Herr allerneuster Vorstand wälzte schlaue Bücher und ordnete schließlich an, Herr Kassierer heißt ab sofort Herr Schatzmeister.

Herr Schatzmeister war mächtig gerührt. Er hatte Tränen in den Augen als alle Unterlagen und Kassenbestände an die neuen Verantwortlichen übergeben wurden. Nur die feste Zusage von Herrn allerneuster Vorstand das alles im Sinne des alten Herrn Strom weitergeführt wird konnte den Abschiedsschmerz von Herrn Kassierer etwas mildern.

So, das war’s.

Jetzt kennt jeder so in etwa die unendlich endliche Geschichte, ich hol’ mir noch `ne kühle Blonde, lasse die anderen arbeiten und kümmere mich nur noch um meine Stiefmütterchen.

Ach ja, da ist noch was :

Es liegt leider in der Natur der Sache das Stromleitungen die unter den Wegen verlegt sind durch befahren mit Schwerstfahrzeugen, beschädigt werden können. Ist dann ein Reparaturgraben ausgehoben um den Kabelschaden zu beheben, dann sehen viele Fachleute auf das Malheur. Die Kommentare der Allwissenden sind abenteuerlich:

alles Mist – viel zu flach, muss viel tiefer liegen – da muß ein Kiesbett sein,

Abdeckband fehlt – die Kabel gehören in ein Leerrohr ………

Diese klugen und richtigen Kommentare hätte man sich vor 25 Jahren gewünscht, da hätte man mit der Schippe in der Hand und Einlagekapital vieles verwirklichen können. Wenn man dann noch hellseherische Fähigkeiten gehabt hätte, hätte man gewusst das ca. 23 Jahre später tonnenschwere Fäkalienfahrzeuge die Koloniewege befahren. Die Bodenverdichtungen die durch die Raddrücke entstehen und durch die z.B. Steine auf unser Stromkabel drücken, zerstören letztlich das Kabel. Um diese Schäden nach Möglichkeit zu minimieren sind bereits Maßnahmen ergriffen worden.

Um das Befahren mit großen Fahrzeugen zu verhindern sind z.B. Blumenkübel aufgestellt worden damit nur kleinere und leichtere Fahrzeuge die Wege befahren können. Tolle Idee – Beifall – leider zu früh gefreut. Gartenfreude haben nachts heimlich die Kübel abtransportiert, die großen schweren Fahrzeuge können sich wieder freuen. Des weiteren sind in Eigenleistung Rasensteinplatten verlegt worden um die Raddrücke großflächiger zu verteilen. Alles Arbeiten die unser Herr neuer Vorstand angeleiert hat. Wenn nun, wie leider passiert, beim befahren der Platten einige anfangen zu kippeln, sind sofort oben genannte Besserwisser mit ihren Kommentaren zur Stelle:

Untergrund falsch – laienhaft ausgeführt – muss anders gemacht werden ………….

Wo sind eigentlich diese tollen Kerle wenn zum freiwilligen Arbeitseinsatz gerufen wird? Wahrscheinlich in Urlaub oder Bandscheibenvorfall,

Nur zur Kenntnis:

Wartung unser Verteilerkästen (23 Stück) ……..ca. 1.400,00 €

Rep. eines Verteilers (KFZ – Unfallflucht)…… ca. 1.040,00 €

Rep. Erdkabel (je nach örtl. Situation) …400,00 bis 1.000,00 €

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